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Sie haben oder kennen jemanden mit skoliose?
Wie entsteht die Problematik?
Was können Sie als Patient oder Arzt bei/von uns erwarten?
Lieber Kunde, Patient und/oder (Fach)Arzt
Mit dieser Seite möchten wir ihnen einen Einblick in das Thema Skoliose gewähren, auf dessen Problematik verweisen, unser entsprechendes Vorgehen schildern und unsere Behandlungsmethode erläutern. Hierfür beziehen wir uns ausschließlich auf wissenschaftliche Studien und unsere jahrelange Erfahrung in der Praxis. Wir möchten Ihnen die Möglichkeit geben, sich bereits im Vorhinein besser über die Thematik zu informieren um offene Fragen oder mögliche Unsicherheiten klären zu können, um so zu verstehen, was eigentlich hinter dieser Diagnose steckt.
Skoliose ist eine dreidimensionale Verformung der Wirbelsäule, die oft in Form einer “S” und/oder “C” Krümmung und/oder Rotationen der einzelnen Wirbel, auftritt. Die Diagnose einer Skoliose wird gestellt, wenn die Krümmung der Wirbelsäule mehr als 10° beträgt. Diese Verkrümmung kann in verschiedenen Teilen, innerhalb der gesamten Wirbelsäule, auftreten. Skoliose ist eine Erkrankung, die insbesondere bei Jugendlichen auftritt, und wird oft, trotz fehlender Wissenschaftlicher Zusammenhänge, als mögliche Ursache für Rückenschmerzen betrachtet. Durchgeführte Studien zeigten, dass etwa ¼ der Bevölkerung ohne (körperliche) Beschwerden die Kriterien für eine Skoliose erfüllt.
Abbildung 1: Klassifikation verschiedener Skoliose Arten
(Quelle: Myokraft in Anlehnung an gritsalak/fotolia.com)
Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie mit einer Skoliose umgehen sollten. Ist deshalb mein Alltag bis an mein Lebensende eingeschränkt und kann ich damit überhaupt wieder Sport treiben ? Die Antworten dazu und mehr erfahren sie hier.
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Wie entsteht die problematik?
Im Großteil der Fälle ist die Ursache einer Skoliose unbekannt, weshalb häufig von einer “idiopathischen Skoliose” gesprochen wird.102 In den weitaus selteneren Fällen sind schwerwiegendere Erkrankungen, wie beispielsweise Spina Bifida, Osteoporose oder eine Zerebralparese, der Grund für die mögliche Entwicklung einer Skoliose. Generell wird vermutet, dass die Skoliose aus einer Kombination von sechs verschiedenen Mechanismen entstehen kann. Zu diesen Mechanismen zählen
Skelettwachstum der Wirbelsäule und der Knochenstoffwechsel
Aktuell wird vermutet, dass es sich bei der Skoliose um eine multifaktorielle Erkrankung mit genetisch vorbelasteten Faktoren handelt.
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Symptome
Außer der sichtbaren Wirbelsäulenverkrümmung gaben ca. 23% der Betroffenen Rückenschmerzen zum Zeitpunkt der Diagnosestellung an. Allerdings konnte kein Zusammenhang zwischen einer stärkeren Wirbelsäulenkrümmung und Rückenschmerzen festgestellt werden. Mehr dazu erfahren sie unter den Mythen. Bei besonders schweren Fällen der Wirbelsäulenverkrümmung klagen Patienten zusätzlich über Atembeschwerden, Herzkreislaufbeschwerden und Einschränkungen der Lungenfunktion.
Die Prognose der symptomatischen Skoliose ist unterschiedlich und schwer vorhersagbar. Bei Patienten mit einem milderen Verlauf kommt es in der Regel bei 10-15% der Fälle zu einer Verschlechterung. Je stärker die Ausprägung der Skoliose ist, desto wahrscheinlicher wird aber auch eine Verschlechterung im Laufe der Zeit. Weitere Risikofaktoren für eine Verschlechterung sind ein junges Lebensalter, und eine Krümmung im Brustwirbelsäulenbereich. Schwere Körperliche Folgen, wie Atembeschwerden oder Herzkreislaufprobleme treten allerdings auch hier in der Regel erst ab ca. 100° Krümmung auf.
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Mythen
Mit einer Skoliose darf ich kein Krafttraining machen
Damals (und oftmals auch heute) wurde Jugendlichen mit einer Skoliose, von sportlicher bzw. schwerer körperlicher Aktivität abgeraten. Viele neuere Übersichtsarbeiten und Leitlinien empfehlen aber die Teilnahme an jeglichen Sportarten. Dazu zählen Sportarten wie Krafttraining aber auch asymmetrischer Sport wie z.B. Tennis. Die Empfehlung zu der Teilnahme an körperlicher Aktivität liegt an den positiven psychologischen, neuromotorischen und organischen Wirkungen. Diese Empfehlungen gelten nicht nur für diagnostizierte Skoliose Patienten, sondern auch für Personen die derzeitig eine Korsettversorgung erhalten. Fun Fact: Lamar Gant, der erste Mensch der das 5- fache seines Körpergewichts Kreuzheben konnte, hatte eine Skoliose Diagnose mit 14 Jahren und auch Heather Connor, eine 2-malige Weltmeisterin im Powerlifting, hat eine diagnostizierte Skoliose. Ein weiteres berühmtes Beispiel für an Skoliose erkrankte Spitzensportler ist der mehrfache Olympiasieger Usain Bolt.
Mit einer Skoliose hat man immer Rückenschmerzen
Bis heute gibt es keinen bestätigten Zusammenhang zwischen einer Skoliose und dem Vorliegen von Rückenschmerzen. Es besteht zwar eine bis zu 3 bis 5 fache höhere Wahrscheinlichkeit für Skoliosepatienten irgendwann in ihrem Leben Rückenschmerzen zu entwickeln, dies bedeutet allerdings nicht, dass jeder automatisch an Rückenschmerzen erkrankt! Von allen diagnostizierten Skoliose-Fällen sind dies nur etwa 32%, wovon 23% schon vor der Diagnose Schmerzen angegeben haben. Zusätzlich sind die angegebenen empfundenen Schmerzen von Patienten mit und ohne Skoliosediagnose identisch. Das lässt darauf schließen, dass Skoliose zwar eine Rolle in der Schmerzentwicklung spielen kann, aber nicht allein als Ursache für Schmerzen ausreicht. Dafür spricht auch die Tatsache, dass kein Zusammenhang zwischen der schwere bzw. der Ausprägung einer Skoliose und der Intensität von Rückenschmerzen hergestellt werden kann.
Die Diagnosestellung für Skoliose ist genau
Die Diagnosestellung bei einer Skoliose ist nicht so genau, wie man vielleicht denkt! Bei der radiologischen Betrachtung der Röntgenbilder kommt es im Durchschnitt zu Abweichungen von ca. 5°, was bei einer bestätigen Skoliosediagnose (ab 10°) viel Abweichung ist! Kleinigkeiten, wie beispielsweise eine andere Positionierung des Röntgengeräts oder der Körperposition, können zu zusätzlichen Messungenauigkeiten führen. Aber auch Faktoren, wie die Tageszeit, können das Ergebnis mit bis zu 20° beeinflussen100 So ist der Krümmungswinkel abends meist größer als vormittags. Wenn also die erste Vermessung morgens stattfindet und die zweite abends, ist es möglich, dass ein verschlechterter Krümmungswinkel mit bis zu 25° auftritt, ohne dass strukturell eine Verschlechterung stattgefunden hat.
Es sollte ausschließlich nach Schroth behandelt werden
Die Therapie nach Schroth ist eine Möglichkeit der spezifischen Bewegungstherapie bei Skoliose. Allerdings ist auch hier die wissenschaftliche Evidenz für eine relevante Verbesserung des Cobb-Winkels durch Übungsprogramme jenseits des Messfehlers (>5°) schwach bzw. kaum vorhanden (mehr dazu bei Behandlung). Damit ist dieses Therapiekonzept genauso effektiv wie viele andere Skoliose spezifischen Bewegungstherapien. Hiermit lassen sich allerdings ärztliche Behandlungsempfehlungen, wie “das geht nur nach Schroth” nicht rechtfertigen, weil sich jede wissenschaftliche Empfehlung allgemein auf Bewegungstherapien bezieht und nicht eine spezifische Methode bevorzugt.
Ein Training der Flexibilität ist auch bei der Behandlung einer Skoliose sinnvoll. Allerdings kann dieser bewegungserweiternde Effekt besser durch ein Krafttraining im vollen Bewegungsausmaß erreicht werden. Beim Dehnen verlängert sich nämlich nicht das Gewebe, wie man es sich denken oder vorstellen würde, es findet eher eine neurologische Anpassung für die Toleranz von Schmerzen statt. Man kann sich also nicht besser Bewegen, weil das Gewebe länger geworden ist, sondern weil kurzzeitig erlernt wurde, den Schmerz besser auszuhalten. Um wirklich eine Verlängerung des Gewebes bewirken zu können, wäre eine Zugkraft von mehreren Tonnen nötig und dieses Gewicht ist mit einfachen Dehnübungen nicht erreichbar.
Diese Asymmetrien müssen immer korrigiert werden
Skoliose ist nicht gleich Skoliose, dass sollte bis hier hin deutlich geworden sein. Natürlich müssen in Extremfällen auch Asymmetrien ausgeglichen werden. Allerdings sind diese meist vorhandenen leichten Krümmungen in den milderen Fällen häufig zu vernachlässigen. Wir alle haben Seitenunterschiede und wir sind alle nicht 100% symmetrisch. Bei der einen Person ist es eine Augenbraue, die etwas höher sitzt und der anderen Person ist es eben eine etwas krumme Haltung oder die Wirbelsäule. Solange also keine Probleme deshalb bestehen, wie bei der Mehrheit der Patienten, ist es nicht weiter problematisch und sie sollten sich deshalb keine Gedanken machen.
Eine Skoliose zu haben bedeutet nicht automatisch, dass dadurch Schmerzen verursacht werden! Skoliosepatienten haben oftmals eine vermehrte Schmerzanfälligkeit im Bereich des Krümmungsscheitels (oder besser Krümmungshöhepunkt), jedoch wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass zwischen den Schmerzen und dem Krümmungswinkel kein Zusammenhang besteht! Das bedeutet, dass die Schmerzen häufig aufgrund von anderen Faktoren auftreten und die Skoliose diese nur wenig begünstigt. Gerade deshalb können diese Beschwerden durch eine intensive Physiotherapie sehr gut beeinflusst werden.
Mit einer Skoliose werde ich große Funktionseinschränkungen haben
Wie oben erklärt wurde, sorgt eine Skoliose nicht automatisch für Schmerzen. Doch auch andere Funktionseinschränkungen (z.B. verminderte Leistungsfähigkeit, Atemproblematik) kommen nur in den seltensten Fällen vor. Studien zeigen, dass alle Patienten mit Krümmungen <100° keine Angst vor Lebensverkürzenden Beeinträchtigungen haben müssen. Bei diesen Extremfällen, die weniger als 0,1% der Gesamtskoliosefälle ausmachen, kann es zu Beeinträchtigungen des Herzkreislaufs und der Atemwege kommen. Durch eine physiotherapeutische Maßnahme kann auch hier durch eine Beeinflussung des skoliotischen Atemmusters eine Verbesserung der Lungenfunktion erreicht werden.
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Operation? ja oder nein?
Eine Operation kann unter bestimmten Umständen eine wirkungsvolle Maßnahme bei Skoliose sein, sollte aber nur den Extremfällen vorbehalten sein. Patienten, die von einer Operation profitieren könnten, haben einen Cobb-Winkel von >40-45° im Lendenwirbelsäulenbereich oder einen Cobb-Winkel von >50° im Brustwirbelsäulenbereich. Dieser starke Cobb-Winkel kommen bei ca. 0.1% aller Skoliosepatienten vor. Die operative Versorgung wird nach aktuellen Studien oftmals in Frage gestellt, weil sie u.a. einhergeht mit erhöhten Schmerzwahrscheinlichkeit, einer erhöhten Wahrscheinlichkeit, dass ein vorher nicht betroffener Wirbelsäulenbereich eine Skoliose entwickelt und einer höheren Verschleißproblematik im Vergleich zur konservativen Behandlung. Des weiteren besteht eine hohe Komplikationsrate bei der operativen Versorgung. Eine häufige Folge der operativen Versteifungen der Wirbelsäule ist nicht nur die eingeschränkte Beweglichkeit, sondern oftmals eine Veränderung anderer Wirbelsäulenabschnitte in den Bereichen ober- oder unterhalb des OP-Gebiets. Fazit: Eine operative Maßnahme sollte erst nach einer gescheiterten konservativen Therapie erfolgen bzw. nur Extremfällen vorbehalten sein.
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Was können sie als patient oder arzt bei/von uns erwarten?
Wie bei jedem unserer (neuen) Patienten, erwartet sie zu Beginn der ersten Therapiesitzung ein ausführliches Anamnesegespräch mit einem unserer Therapeuten, um für die Therapie relevante Information zu evaluieren und mögliche Kontraindikationen oder sogenannte „Red Flags“ auszuschließen. Danach wird eine gründliche Untersuchung durch den Therapeuten vorgenommen, um den aktuellen Rehabilitationsstand genauestens festlegen zu können.
Zudem wird gemeinsam mit dem Patienten ein individuelles Anforderungsprofil erstellt, welches speziell auf die täglichen Anforderungen im Leben des Patienten abgestimmt ist. Ziel ist es, einen klar objektiv definierten IST-Standpunkt zu gestalten und mittels erster Planungen den zu erreichenden Soll-Stand zu formulieren. Dieser Weg wird durch den Transfer der Therapie stattfinden und laufend neu motorisiert und evaluiert, um zu jedem Zeitpunkt über den aktuellen Leistungszustand des Patienten informiert zu sein.
Um diese Art der Methodik noch effizienter zu gestalten und das volle Potenzial aus der Behandlung schöpfen zu können, bieten wir ihnen optional die Möglichkeit der erweiterten Therapiezeit an. Ziel dieser Zusatzleistung ist es, unser Behandlungspotential voll auszuschöpfen, eine qualitativ hochwertige Therapie zu garantieren und damit das Therapieergebnis zu optimieren. Durch das erweiterte Konzept können unsere Therapeuten deshalb noch effizienter an dem Therapieprozess arbeiten. Mehr Information hierzu und zum allgemeinen Ablauf unserer Behandlungen finden sie hier .
Problem bei der Evidenzbasierten Behandlung von Skoliose
Wir bei Myokraft versuchen unsere Patienten immer nach dem aktuellsten Wissensstand zu behandeln. Gerade bei Skoliose ist es schwierig diesen sogenannten “Goldstandart” zu finden, weil aufgrund der ungenauen Untersuchungsmethoden (siehe Mythos) viele Behandlungen in ihrer Effizienz variieren und die meisten Studien deshalb nicht sehr aussagekräftig sind. Gleichzeitig geben viele Studien ihre durchgeführten Übungen nicht exakt an (Beispiel: “Dazu haben wir in der Studie Schroth-spezifische-Übungen gemacht”), sodass eine Reproduktion der Studien nahezu unmöglich ist. Deshalb werden wir unsere Behandlungsmethoden nicht nur mit Studien über Skoliose, sondern auch mit anderen Untersuchungen über das Gewebe des Körpers begründen.
Wie sieht das Training bei uns aus?
Die Behandlung von Skoliose besteht meist aus mehreren Ansätzen. Einerseits die Versorgung mittels eines Korsetts, bei Krümmungen zwischen 20-25° (und Restwachstum) und andererseits einer aktiven Skoliose spezifischen Übungstherapie mit dem Ziel der Beschwerdelinderung. Bei der aktiven Übungstherapie gibt es viele unterschiedliche Konzepte und Therapiemethoden, wie zum Beispiel eine Behandlung nach Schroth, Voita, PNF und anderen. Der Kern jeder dieser Behandlungen ist ähnlich: die schwache Körperseite wird gekräftigt und die zu starke Körperseite wird gedehnt. In einigen Methoden werden Haltungsschulungen teilweise integriert, jedoch ist der tatsächliche Nutzen davon fragwürdig. Dies liegt daran, dass die Körperhaltung vielmehr durch die jeweilige Bewegungsaufgabe, das Individuum und die Umgebungsbedingungen beeinflusst wird. Das bedeutet, dass unser Bewegungsverhalten im Alltag nicht durch eine gezielte Haltungskorrektur dauerhaft verändert wird. Viel wichtiger ist es, die Belastbarkeit in verschiedenen Haltungen zu verbessern, da dies langfristig zu einer funktionalen Anpassung des Körpers führt und uns besser auf die unterschiedlichen Anforderungen des Alltags vorbereitet. Zudem stärkt es das Selbstbewusstsein des Trainierenden, fördert Zuversicht und reduziert das Auftreten von Bewegungsängsten. Die relevanten Probleme sind in der Regel auch nicht der schiefe Rücken, sondern andere Probleme wie Rückenschmerzen oder Bewegungseinschränkungen. Diese Symptome können auch trotz eines schiefen Rückens verschwinden. Das bedeutet im Klartext, dass durch ein belastungssteigerndes Krafttraining alle Symptome der Skoliose verschwinden können, ohne eine Veränderung im Krümmungsgrad zu erzeugen. Die Krümmung ist also, wie oben erwähnt, nur ein Faktor für mögliche Beschwerden und keine genaue Ursache.
Ein Korsett ist eine Schiene bzw. Orthese für den Rücken, welche eine Verschlechterung der Krümmung verhindern soll. Meist wird bei einer Krümmung zwischen 20-25° (und vorhandenen Restwachstum) eine Korsettversorgung empfohlen. Dabei ist ein Korsett am effektivsten, wenn sich das Wachstum der Patienten verlangsamt, was bei Frauen um das 14. Lebensjahr und bei Männern um das 15. Lebensjahr stattfindet. Wie bereits erwähnt, ist das Ziel, nicht das “Geraderichten” der Wirbelsäule, sondern die Vermeidung einer Verschlechterung der Skoliose. Diese Prävention wird am besten durch Ganztags- & Nachtkorsett erzielt. Allerdings wird durch viele Studien nochmal deutlich gesagt, dass die dazugehörige Evidenz fehlt bzw. nur sehr schwach ist. Zudem wird häufig berichtet, dass solche Maßnahmen nur ungern umgesetzt werden, da das Korsett als sehr unbequem empfunden wird.
Lasst uns zusammen das Beste aus ihrer Therapie rausholen
Um ein optimales Therapieergebnis zu erreichen ist eine gegenseitige Kooperation zwischen Therapeuten und Patienten notwendig. Mit dieser Seite möchten wir ihnen eine ausführliche Übersicht aller Maßnahmen und dessen Effektivität verschaffen. Wie sie sehen, bedeutet die Diagnose „Skoliose“ alles andere als das Ende der Welt und die meisten durch das Krankheitsbild verursachten Probleme lassen sich in der Regel gut beheben. Wir zeigen ihnen den Weg und werden sie während Ihres gesamten Therapieprozesses unterstützen. Wenn sie sich auf unsere Kompetenz verlassen, kooperieren und Selbstverantwortung zeigen, liegt ein vielversprechendes Ergebnis vor ihnen.
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Fazit
Obwohl Skoliose eine medizinische Diagnose darstellt, handelt es sich in den meisten Fällen lediglich um eine leichte Asymmetrie, die im menschlichen Körper als normal gilt. Gleichzeitig sind aufgrund ungenauer Diagnosemethoden Fehlmessungen nicht auszuschließen, sodass Verlaufskontrollen, aber auch die Effektivität von Behandlungsmethoden nicht genau bestimmt werden können. Falls Sie zu den 32% der Betroffenen gehören, die dennoch Beschwerden entwickeln, können diese durch regelmäßiges kraftorientiertes Training zur Stärkung des Rückens effektiv gemildert werden. Eine Korrektur oder Operation der Skoliose ist daher nur in seltenen Extremfällen notwendig.
Quellen
Quellenangaben
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